Wenn die Feuchtigkeit nach Innen kommt

Es ist der Schrecken eines jeden Hausbewohners. Feuchtigkeit die sich im Innenraum ausbreitet. Jedes Haus, dass nicht gut instand gehalten und gepflegt wird, ist ein potentielles Opfer von eindringender Feuchtigkeit. Doch auch Häuser, bei denen beim Bau gepfuscht wurde, kann schnell zum Problemfall werden, da die Feuchtigkeit durch die kleinste undichte Stelle dringen kann. Wenn man dann auch noch die Ursache, beziehungsweise die Schwachstelle nicht findet, können große Schäden entstehen die sich nur mit hohem Aufwand und erheblichen Kosten wieder beheben lassen.

Deshalb ist es wichtig, über mögliche Ursachen für Feuchtigkeit im Innenbereich informiert zu sein, und mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.

Mögliche Ursachen für Feuchtigkeit im Haus

Findet sich in einem Raum ein Feuchtigkeitsfleck, kann dieser schnell mit einem Leck in der Nähe in Verbindung gebracht werden. Befindet sich die nasse Stelle zum Beispiel oben an einer Wand im obersten Stock, kann diese durch eine undichte Dachrinne oder ein Fallrohr verursacht worden sein. Feuchte Flecken an einer Wand in Fensternähe können beispielsweise durch Regenwasser entstehen, dass durch einen Spalt zwischen Blendrahmen und der Wand eindringt.

Leider haben nasse Stellen nicht immer so einfache Ursachen. Oft treten die Feuchtigkeitsflecken sehr weit entfernt von ihrer Ursache auf. Zum Beispiel Wasser das durch eine undichte Stelle im Dach eintritt, kann zuerst mehrere Meter an den Dachsparren entlang laufen bevor es auf den Boden tropft. Auch bröckelnder Putz kann eine Ursache für eindringende Nässe sein. Oft sieht man dies erst, wenn die Feuchtigkeit bereits im Innenraum angelangt ist, da der Putz meist an verdeckten Stellen bricht.

Abhilfe bei Feuchtigkeit

Die meisten Häuser die in den letzten fünfzig Jahren erbaut wurden, verfügen über eine ins Mauerwerk eingesetzte Feuchtigkeitssperrschicht. Durch diese Schicht haben die Häuser deshalb eher selten Probleme mit eindringender Nässe. Anders sieht es bei Altbauten aus. Bei ihnen fehlt diese Sperrschicht. Kleinere Feuchtigkeitsflecken kann man vorübergehend mit einer speziellen Sperrschichtfarbe behandeln. Diese hilft dabei das Wasser vor dem Ausbreiten auf der Wand zu verhindern. Als Dauerlösung eignet sich dies jedoch nicht, da sich die Feuchtigkeit nach einer Weile einen anderen Weg suchen wird. Deshalb sollte man nach der Erstversorgung die Ursache klären, und wenn nötig einen Fachmann zur Beseitigung des Problems zu Hilfe holen.

Um das Risiko von Feuchtigkeit im Wohnraum zu verringern, hilft es die Bereiche Dach, Dachentwässerung und Feuchtigkeitssperrschichten in gutem Zustand zu halten. Denn wenn alle Wasserablaufsysteme intakt sind, kann an diesen Stellen kein Wasser eindringen.