Wenn die Fensterbank zum Kräutergarten wird

Nicht jedermann kann einen Garten oder eine Terrasse bzw. einen Balkon spring-705142_640sein Eigen nennen. Trotzdem ist es möglich, frische Kräuter selber zu ziehen. Auch an kleinen Fensterfronten ist dies ohne Schwierigkeiten machbar. Es bedarf einiger stabiler Haken, verschieden langen Ketten und natürlich des Wunsches nach frischen Kräutern aller Art.

Was kann auf der Fensterbank gedeihen?

Am einfachsten lässt sich Kresse auf der Fensterbank ziehen. Sie können in flachen Schalen, die mit feuchter Watte ausgelegt sind, gezogen werden. Die Saat darauf geben und feucht halten. Es wird keine 3 Tage dauern, bis man den Erfolg sehen kann.

Für Schnittlauch und Petersilie, Basilikum und Oregano, Rosmarin und Thymian werden allerdings Blumentöpfe mit normaler Pflanz- oder Anzuchterde benötigt. Sie lieben die Wärme hinter der Fensterscheibe und können bei guter Pflege lange halten. Wer seine Kräuter im Supermarkt kauft, sollte die Pflanzen zu Hause sofort umtopfen und mit guter Erde in einen größeren Topf setzen. Nur so haben sie die Möglichkeit, neue Wurzeln zu bilden. Ist ihnen dies gelungen, wird die gesamte Pflanze gestärkt. Dadurch kann das Kraut besser nachwachsen, sobald für die Küche einiges abgeschnitten wurde. Auch wenn die Pflanzen noch gesund aussehen, sollte daran gedacht werden, dass sie Dünger benötigen, um weiter austreiben zu können. Allerdings mögen sie alle keine nassen Füße.

Vom Schnittlauch und der Petersilie gibt es unterschiedliche Ausführungen, die aber allesamt auf der Fensterbank gedeihen. Auch Dill gedeiht hier. Der Salbei und der Thymian, die in verschiedenen Sorten sehr gut in der Kräuterküche einsetzbar sind, lieben beide die Sonne und sollten daher unbedingt am Südfenster aufgestellt werden. Werden sie in regelmäßigen Abständen geerntet, kann man sich über Sommer einen ansehnlichen Wintervorrat zusammen pflücken. Dieser wird in getrocknetem oder eingefrorenem Zustand konserviert.

Zwiebel aus dem Zimmer

Ja, richtig gehört: Zwiebeln. Natürlich können Zwiebeln nicht ohne einen Kübel oder eine Pflanztasche gezogen werden. Wer jedoch die eine oder andere Zwiebel austreiben lässt, wird feststellen, dass die grünen Triebe, werden sie zum Würzen verwendet, fast wie Lauchzwiebeln schmecken. Es lohnt sich also auf jeden Fall, dieses Experiment zumindest einmal durch zu führen.

Eine Chilli oder Paprika zu züchten ist ebenfalls ein erfolgversprechendes Experiment. Doch auch sie benötigen die Wärme des Raumes. Hierzu werden „einfach“ aus der nächsten Paprika bzw. Chilli-Schote die Samenkörner genommen und ausgesät. Bereits nach einigen Tagen kann man feststellen, ob man Glück hat oder nicht. Doch sie brauchen viel Pflege und „Geborgenheit“, da sie bei unstetigen Temperaturen und zu viel Wasser schnell eingehen. Einen Versuch sind sie aber auf jeden Fall wert.

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