Mottenalarm

Kleine Tiere mit großer Wirkung

Kennen Sie das: Sie wollen Ihr bestes Kleid anziehen und es ist stellenweise durchlöchert? Oder Sie wachen des Nachts auf, weil irgendetwas immer wieder mit einem lauten Klack gegen die Lampen oder das Fenster platschen? Richtig geraten: Sie haben Untermieter – nämlich Motten. Nein, eigentlich sind Motten kein Grund zur Panik. Und doch möchte man sie lieber vor dem Fenster wissen – also draußen! Doch wie wird man Motten wieder los?

Die unterschiedlichen Mottenarten

Ja, Sie haben richtig gehört. Es gibt viele verschiedene von ihnen. Am häufigsten haben wir es mit den Kleidermotten zu tun. Sie nisten sich sehr gerne in Kleidungsstücken ein, die wir längere Zeit bereits nicht getragen haben: Winterjacken, Ballkleider, Anzüge. Dies kann man bereits im Vorwege versuchen zu vermeiden. So sollte Kleidung grundsätzlich nur in gewaschenem Zustand für einen längeren Zeitraum eingelagert werden.

Hierbei ist es übrigens egal, ob sie „nur“ im Schrank hängt oder ob sie in einem Karton auf den Dachboden oder den Keller verfrachtet wurde.
Um dem Mottenbefall vorzubeugen, ist es ratsam, die Kleidungsstücke frisch gewaschen und gut getrocknet in Plastik zu verpacken. Damit die Motten auch tatsächlich außerhalb der Verpackung bleiben, sollten Tücher beträufelt mit Lavendel oder Zedernöl in die Plastiksäcke gelegt werden. Dies hält sie auf jeden Fall ab. Auch frisch geschmirgelte Zedernhölzer tun ihre Wirkung. Diese kann man auch sehr gut im Kleiderschrank unterbringen.

Was tun, wenn die Motten doch zugeschlagen haben?

Der wichtigste Punkt ist die sorgfältige Reinigung aller betroffenen Kleidungsstücke. Die Verpackung, also Plastikhülle und / oder Pappkarton sollten sofort entsorgt werden. Da ein Weibchen bis zu 300 Eier auf einmal ablegen kann und sich diese Tierchen von Haar- und Hautschuppen angezogen fühlen, kommt man um den Großputz nicht herum.

Alle Kleidungsstücke, die nicht auf 60°C gewaschen werden können, sind entweder für einige Tage einzufrieren oder luftdicht für einige Wochen in einem festen Müllsack zu lagern. Das Einfrieren tötet lebende Tiere wie auch Larven und Eier ab. Selbiges übernimmt der Sauerstoffentzug bei der Lagerung im Müllsack.

Ein Verfahren, dass auch bei anderem Schädlingsbefall etwa Läusen und Flöhen funktionieren kann. Wer Schlupfwespen in seiner Wohnung entdeckt und diese vielleicht sogar aus dem Kleiderschrank entfliehen, kann sich glücklich schätzen. Denn Schlupfwespen sind die natürlichen Feinde der Motten. Sie legen ihre Eier in die der Motten, woraufhin diese bereits in diesem Stadium absterben. Somit wird die Mottenpopulation nach und nach eliminiert. Gehören die Motten der Vergangenheit an, verabschieden sich auch die Schlupfwespen, die übrigens sehr klein sind.

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