Für qualitatives Saatgut sorgen

Viele Gärtner ärgern sich jedes Jahr wieder über die oft mäßige Qualität des im Handel angebotenen Saatguts. Hierbei ist es übrigens egal, ob es sich um konventionell oder biologisch hergestelltes Saatgut handelt. Gerade seltene Pflanzen sind oft nicht über den regulären Handel erhältlich. Und auch die Angebote von Hobbygärtnern, die derartige Saat abgeben, sind nur gering. Schließlich möchte jeder ein bißchen davon abhaben. Daher erscheint es am besten, sein eigenes Saatgut zu ziehen. Gewusst wie!

Bei vielen Gemüsesorten ist die Saatgewinnung super einfach, denken wir nur einmal an Kürbisse oder Zucchini. Selbiges gilt auch für Paprika, Tomaten, Erbsen, Bohnen, andere Hülsenfrüchte sowie Nüsse. Wichtig ist, dass etwa beim Kürbis und Co. das Fruchtfleisch gut entfernt wird, damit es nicht zur Schimmelbildung kommt. Auch sind alle Saaten gut zu trocknen. Danach werden sie, bitte einzeln!, in Briefumschläge verpackt und trocken, aber nicht zu warm gelagert. Denn Wärme vertragen sie nicht gut. Sie brauchen die Ruhe, das Dunkel und das Kühle um sich auf die Aussaat vorzubereiten.

Kartoffeln und Topinambur

Bei beiden Gemüsesorten ist die Vermehrung ebenfalls einfach. Denn beide können bei guter Lagerung den ganzen Winter bestens überstehen. Sobald sie dem Licht ausgesetzt werden, treiben sie neu aus. Einfach geht es nicht.

Zucchini und Kürbis

Auch wenn die Ernte des Saatgutes sehr einfach ist, sollte beachtet werden, dass diese nicht über mehrere Jahre nacheinander verwendet werden sollte. Anderenfalls kann es zu bitteren Früchten kommen, die nahezu ungenießbar sind. Daher sollte man sich mit Freunden und Bekannten austauschen, sodass die selbst gezogene Saat die Gärten wechselt. Kommt sie beim Tauschen nach einigen Jahren wieder, braucht man keinen bitteren Beigeschmack zu befürchten.

Pflücksalate

Auch wenn sie keine Köpfe bilden, werden sie permanent geerntet und treiben wieder neu aus. Schießt der Blütenstand, können die unteren Blätter immer noch geerntet werden. Ist die Blüte verblüht, wird sie komplett abgeschnitten und getrocknet. Danach ist die Saat ganz einfach heraus zu schütteln.

Möhren und Pastinaken

Nicht immer treibt bereits im ersten Jahr ein Blütenstand aus. Daher werden einige Wurzeln zur Vermehrung ausgegraben und frostfrei überwintert. Schnell treiben sie im Frühjahr wieder, bei ursprünglicher Pflanztiefe, aus und bringen bis zum Sommer gute Saat hervor. Sie wird wie beim Salat behandelt. Manchmal jedoch müssen sie auf einem Tuch nachreifen, bevor man sie endgültig „eintüten“ kann.

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